Therasus
Ich befand mich unmittelbar vor dem Rachen des elektronischen Thesaurus. Er spuckte Wörter aus, die die Welt noch nicht gesehen hatte. Sie blieben auf dieser kleben und machten sie fremd. Auch die Kategorien, die von einem Begriff abgeleitet wurden, waren mitunter verblüffend
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Was war ich doch für ein nüchternes “Müttersöhnchen” – auch dieses gehörte zum Angebot – gewesen, als ich nur den “Grünschnabel” gekannt hatte! Vom “Gelbschnabel” hopste ich – über die Kategorie “Rowdy” (aha!) – zum “Luder” (oho!), vom “Luder” geriet ich direktemang zum “Aas”, einmal im Singular und einmal im Plural. Der Singular war eine Endstation im doppelten Sinne, wo ein “Kadaver”, eine “Tierleiche” und “faulendes Fleisch” herumlagen.
Ja, so literarisch, so poetisch kann man über die Erfahrungen mit dem Thesaurus von Word 2007 schreiben. Genauer: Oliver Bendel kann das. In einem Artikel auf Telepolis nämlich, der so spannend und schön ist, dass Lesen hier ausnahmsweise mal Pflicht und Genuss ist.



