le|MaBU – Kunstloses Brot

Kunstloses Brot.

Sigur Ros – Hvarf-Heim

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Vor einiger Zeit habe ich mal versucht einen Eintrag über das Sigur Rós Album Hvarf-Heim zu schreiben.

Ich hab ihn nie fertig bekommen.

Dabei hab ich mir doch so viel Mühe gegeben: Zu jedem einzelnen Lied die Bilder, die Gefühle, die Gedanken, die Welten protokolliert, die da vor mir, in mir, aufbrachen, die sich über mich ergossen wie ein frisches Bad. Endlich zu Hause. Endlich im eigenen Element. Im Fruchtwasser der Welt.

Das war alles zu viel. Zu viel Mühe, zu viel Aufwand, zu viel Scheisse.

Das konnte ich so unmöglich veröffentlichen.

Heute kann ich schreiben über das Album, über das ich mir viel zu lange den Kopf zerbrochen hab. Das liegt größtenteils daran, dass ich – peinlich spät – erkannt habe, dass Hvarf-Heim ein Album fürs Herz ist, nicht für den Kopf.

Es ist fleisch-, ist musik-gewordene Liebe. Nicht als schnulziger Abklatsch, sondern in all ihren Facetten, es trägt die gleiche Zerrissenheit, die gleichen Hochs und Tiefs, es Packt das Herz so fest, dass man denkt, jede Note, jedes Wort will es einem aus der Brust reißen und gerade dafür ist man dankbar, dafür liebt man es.

Weil es mich bricht

mich aufreisst

und befreit.

Geschrieben von Marcel

26 April 2008 um 01:02 (1:02 )

Veröffentlicht in Musik

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